Programm 2021


Aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie finden - außer der Mitgliederversammlung am 24. Juni 2021 - zurzeit keine Veranstaltungen der Museumsgesellschaft statt. Zu allen hier aufgezählten Ausstellungen des MKK wird es für Sie Führungen geben - wir informieren Sie hierzu wie zu allen zusätzlichen Veranstaltungen zeitnah.

Für dieses Jahr sind für die Dortmunder Museumsgesellschaft zunächst Ausstellungsbesuche in den Dortmunder Museen geplant, im MKK zum Beispiel Besuche der Ausstellungen "manufactum", "Der Museums(t)raum" und "Weltgeist" und im Naturmuseum der neuen Dauerausstellung. Zudem wird es Tagesexkursionen in die Region geben. Sobald die Termine feststehen, werden sie veröffentlicht. Die Mitglieder der Museumsgesellschaft erhalten zu allen Veranstaltungen eigene Einladungen.

Die Ausstellungen des MKK  2021

Hinter den Kulissen bereitet das Team des MKK weiterhin das Ausstellungsprogramm für 2021 vor. In Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen ist bereits derzeit die große Landesausstellung zum Staatspreis für das Kunsthandwerk "manufactum" und im Studio die Ausstellung "Der Museums(t)raum" zu sehen. Im Spätsommer wird die Ausstellung "Weltgeist. René Schoemakers" in der Halle eröffnet werden (die Ausstellungseröffnung findet am 19. August 2021 statt). 

 

Datum Uhrzeit Veranstaltungstitel Bemerkung
10.04.2021
bis
27.06.2021
 

AUSSTELLUNGSHALLE

30. Landesausstellung zur Ermittlung des „Staatspreises für das Kunsthandwerk im Lande Nordrhein-Westfalen“ MANUFACTUM 

 

Seit 1963 vergibt die nordrheinwestfälische Landesregierung alle zwei Jahre den Staatspreis für das Kunsthandwerk an Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus Nordrhein-Westfalen. Er ist damit einer der traditionsreichsten und mit insgesamt 60.000 Euro Preisgeld eine der bedeutendsten Preise seiner Art in Deutschland.

 

Die Landesausstellung präsentiert die Arbeiten der erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Gezeigt wird ein Querschnitt des aktuellen zeitgenössischen Kunsthandwerks. Diese Bandbreite macht den Reiz der zeitgenössischen Ausstellung aus. Sie dient ebenso als Plattform für den Austausch mit anderen Kreativen.

 

Die Ausstellung ist eine einmalige Gelegenheit, ästhetische Objekte des Kunsthandwerks in dieser Bandbreite im Museum zu sehen. Während Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker im Alltag oft Kompromisse bezüglich ihrer Produkte machen müssen, haben sie beim Wettbewerb die Gelegenheit, ihr Können und ihre Klasse auszuspielen. Experimentelle Arbeiten sind genauso zu sehen wie Gebrauchsgegenstände, Skulpturen und Medien.

 

 
Datum Uhrzeit Veranstaltungstitel Bemerkung
28.04.2021
bis
26.09.2021
 

STUDIO

Der Museums(t)raum

 

In der Aufbruchszeit der 1950er Jahre beauftragt Leonie Reygers als Direktorin des Dortmunder Museum am Ostwall den weltweit angesehenen Fotografen Albert Renger-Patzsch, ihre neu eröffneten Räumlichkeiten abzufotografieren. Diese Aufnahmen sind nicht nur künstlerisch bedeutsam, sondern vor allem alltagskulturell aussagekräftig: Sie erlauben ungewohnte Blicke auf Biografien und Beziehungen von Räumen, Menschen, Fotografien sowie Dingen. 

 

Die Räume | Das Museum am Ostwall ist in seiner Zeit ein moderner Ort für die moderne Kunst. Das innovative Konzept der Institution zeigt sich sowohl in der außergewöhnlichen Gestaltung von Innenraum und Raumprogramm als auch im mannigfaltigen alltäglichen Gebrauch. 

 

Die Menschen | Neben den Persönlichkeiten Reygers und Renger-Patzsch ließen unzählige Unterstützer*innen sowie Nutzer den Museumstraum Wirklichkeit werden. Ihre Lebenswege und Netzwerke spiegeln die sozio-kulturellen Ideen sowie Ideale der Nachkriegszeit wider. 

 

Die Fotografien |Die einmaligen Bilder stehen – wie auch ihr Fotograf – in der neusachlichen Tradition der Weimarer Republik. Sie sind zugleich ästhetisches, technisches und dokumentarisches Werk und hinterfragen die Stellung von Subjekt, Objekt sowie Apparat.

 

Die Dinge | Das Haus am Ostwall existiert in der einstigen Form nicht mehr, aber einige Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände haben sich erhalten – in Sammlungen, Ausstellungen wie im Privaten. Als materielle Zeugen geben sie Auskunft über Modernität und Musealität. 

 

Ausgehend von Fotografien des Leseraums, widmet sich eine Projektgruppe des Masterstudiengangs Kulturanalyse und Kulturvermittlung der Technischen Universität Dortmund dieser Geschichte eines Museumstraums. Die Ausstellung thematisiert die Wünsche sowie Brüche einer sich neu formierenden Gesellschaft.

 

 

 
Datum Uhrzeit Veranstaltungstitel Bemerkung
20.08.2021
bis
09.01.2022
 

AUSSTELLUNGSHALLE

WELTGEIST. RENÉ SCHOEMAKERS

 

Das Werk des aus Kleve stammenden Künstlers (*1972) zeichnet sich durch einen unmittelbar anschaulichen Widerspruch aus: Trotz hypernaturalistischer Malweise und aller dargestellter Deutlichkeit sind die Kontexte, in denen sich seine Figuren und Szenen finden, zutiefst verwirrend. Schoemakers arbeitet mit Fremdheitsgefühlen, Kuriosem der Alltagswelt und menschlichen Widersprüchen – das Staunen ist sein herausragendes ästhetisches Ziel. 

 

Leitthema seiner Kunst seit vielen Jahren sind Ideologien – Weltsichten, in denen Ideen wichtiger sein können als das Leben. In dieser Ausstellung, deren Titel mit dem deutschen Idealismus auf eine in unserem Land verwurzelte Tradition der Weltabgewandtheit hinweist, geht es gezielt um rechte Ideologien, die Schoemakers als klinische Formen der Weltentfremdung ansieht. Die Fülle der hier aufgehäuften ideologischen Zeichen führen zu einer überbordenden Bizarrerie, aus der man nur noch mit Humor herausfindet. 

 

 

 
Datum Uhrzeit Veranstaltungstitel Bemerkung
   

DAUERAUSSTELLUNG

Interventionen zur Museumsnacht 2021

Westfälischer Künstlerbund Dortmund

 

Künstler*innen des Westfälischen Künstlerbundes zeigen aktuelle Werke unterschiedlicher Gattungen. Innerhalb der Dauerausstellungen sind Gemälde, Plastiken, Arbeiten auf Papier und Kunstwerke vieler anderer Techniken als Intervention zu erleben. Die Museumsnacht ist eine gute Gelegenheit, Kunstschaffende mit Menschen aus unserer Region zusammenzubringen.  

 

 
Datum Uhrzeit Veranstaltungstitel Bemerkung
16.10.2021
bis
14.12.2021
 

STUDIO

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

 

2021 ist für die Geschichte des jüdischen Lebens in Deutschland ein besonderes Jahr, das als bundesweites Jubiläumsjahr mit vielfältigen Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten begangen werden wird. Im Jahr 321 erlässt Kaiser Konstantin ein reichsweites Gesetz, welches veranlasst, dass Jüdinnen und Juden von nun an in den Stadtrat berufen werden können. Die Urkunde, im Ursprung ein Antwortschreiben, richtet sich explizit an den Kölner Stadtrat und belegt als älteste erhaltene Quelle die Präsenz von Jüdinnen und Juden im Römischen Reich und Köln als früheste Lebenswelt jüdischen Lebens in Deutschland überhaupt. Dieses Dekret bildet den Ausgangspunkt für die Ausstellung.

 

Der allgemeine Erzählstrang der Ausstellung ist an biografischen Zeugnissen verschiedener Personen ausgerichtet, die markante Ereignisse in der jüdischen Geschichte in Deutschland widerspiegeln. Von biografischen Erzählungen aus wird die Perspektive auf ganz Deutschland und den europäischen Raum ausgeweitet. 

 

Ausgehend von Köln – durch das Dekret als Ausgangspunkt gesetzt – werden neben besonderen und bedeutenden Persönlichkeiten auch bisher noch vergleichsweise unbekannte Namen mit ihrer Geschichte vorgestellt, um von einzelnen Lebenswegen auf die allgemeine Geschichte zu sprechen zu kommen. Neben den biografischen Zeugnissen von Kölner Personen sollen für die Erweiterung auf einen gesamtdeutschen Kontext weitere wichtige Persönlichkeiten für die im Ausstellungskontext hervorgehobenen Ereignisse und Themenbereiche vorgestellt, welche in unterschiedlicher Weise prägenden Einfluss auf die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Deutschland gehabt haben. Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Alltagsgeschichte; Meilensteine in Geschichte und Politik werden mit ihren Konsequenzen durch die Erzählung konkreter Personen verdeutlicht. Die wichtigsten Stationen in der 1700jährigen Geschichte und Geistesgeschichte des Judentums in Deutschland werden damit durch die Einbettung von Lebensbeschreibungen in einen bundesweiten Kontext erfahrbar.

 

Mithilfe der Datenbank des Leo Baeck Institute New York/Berlin, das Nachlässe, Fotografien und Korrespondenzen sammelt und zur Verfügung stellt, werden weitere Persönlichkeiten und deren private Erlebnisse als Zeugnisse der jüdischen Geschichte herangezogen, um auch lokal breitgefächerte Realitäten aufzuzeigen. Hierfür ist ein Projekt vorgesehen, das der Verein 2021. Jüdisches Leben in Deutschland e. V. zusammen mit Schulen durchführen möchte. Schüler*innen können aus der Datenbank acht bis zehn Biografien auswählen und diese selbstverantwortlich bearbeiten und präsentieren.

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Fotos: Christian Walda (manufactum), René Schoemakers (Weltgeist)